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Grosser Frust beim FCB«Wir spielen jetzt um den dritten Platz»

1:2 in Luzern, acht Punkte Rückstand auf das Spitzenduo: Für den FC Basel ist das Meisterrennen wohl schon nach der ersten Runde des Wiederbeginns vorbei. Deshalb hatte Fabian Frei keine Lust mehr, seinen Frust zu verbergen.

Der Anfang vom Ende: Francesco Margiotta trifft zum 1:0 für Luzern.
Video: SRF

Fabian Frei ist ein intelligenter Mensch. Und reflektiert. Er kann im richtigen Moment einer heiklen Frage ausweichen – oder aber auch austeilen, ohne Namen zu nennen. Wie am Sonntagabend, nach dem 1:2 in Luzern. Er ist sichtlich sauer, als er nach Spielschluss dem SRF für ein Interview zur Verfügung steht. «Nicht zum ersten Mal», wie er betont.

«Es ist für mich ein Déja-vu, ich versuche jedes Mal hier zu erklären, an was es hapert», sagt der 31-Jährige. Die Antwort? «Ich weiss es nicht.» Man könne über einzelne Fehler diskutieren, auch bei ihm, fügt er an. Es habe, wie schon im Cupspiel gegen Lausanne vergangene Woche, so einiges nicht gestimmt. Und dann kommt der erste Satz, der als Seitenhieb gegen Trainer Marcel Koller interpretiert werden kann: «Wir hätten genug Zeit gehabt, das alles abzustellen.» Er dürfte nicht nur die letzte Woche gemeint haben – es gab ja noch sowas wie die Corona-Pause. Und zuständig, spielerische Probleme anzupassen, ist vor allem der Trainer.

Die ungemütliche Wahrheit

Er ist auch für Halbzeitansprachen zuständig. Als Fragesteller Jeff Baltermia fragt, wie es möglich wäre, nach einer schwachen ersten Halbzeit ins Spiel zurückfinden, antwortet Frei: «Das Ziel ist, spätestens in der Halbzeitpause Mittel zu finden.» Und er konsterniert: «Wir haben keines gefunden.» Für ihn sind auch die letzten fünf Minuten, in denen der FCB sogar noch hätte ausgleichen können, kein Trost: «Fünf Minuten Ball nach vorne hauen und hoffen, dass es Goal gibt, ist auch nicht FCB-like. Wie so oft, leider.»

Und er bleibt bei der Wahrheit. Bei einer ungemütlichen, für einen Verein wie den FC Basel. Aber sie ist, wie sie nun mal ist: «Ich weiss nicht, was die anderen (Servette gegen Lugano, d. Red) gemacht haben, aber jetzt spielen wir um den dritten Platz.»