Zum Hauptinhalt springen

Kampf gegen unseriöse Vermieter in Winterthur«Wir stossen rasch an unsere Grenzen»

Wie will die Stadt künftig Sozialhilfebezüger besser vor Immobilienverwaltern schützen, die sich bei Bau und Unterhalt von Wohnungen um die Auflagen foutieren? Die Leiterin der Baupolizei räumt ein, dass man auf die Hilfe Privater angewiesen sei.

Gammelhäuser und -wohnungen in Winterthur: Abzocker-Verwaltung verlangt überteuerte Preise für schäbige Wohnungen für Flüchtlinge.
Gammelhäuser und -wohnungen in Winterthur: Abzocker-Verwaltung verlangt überteuerte Preise für schäbige Wohnungen für Flüchtlinge.
Foto: Enzo Lopardo

So etwas hatte es in Winterthur noch nie gegeben: Die Baupolizei liess im Herbst 2018 im alten Dorfkern Oberwinterthurs ein verlottertes Mehrfamilienhaus aus Sicherheitsgründen räumen und versiegelte es. Die Bewohner mussten umquartiert werden. Was war passiert? Beim Brandschutz hatten die Eigentümerin M.B. und ihr Mann B.B. (Namen der Redaktion bekannt) beim Haus an der Pestalozzistrasse 4 auch nach mehrmaliger Aufforderung der Behörden nie nachgebessert. Es fehlten feuerfeste Türen, Fluchtwege und ein Brandschutzkonzept. Die Causa «Pestalozzistrasse» hat eine Vorgeschichte, die auch das benachbarte Mehrfamilienhaus in der 10 betrifft und deren Anbauten 10a–c, vormals eine Schreinerei mit Einstellhallen, umgebaut zu drei Wohnungen. Dort leben und lebten über Jahre hinweg Familien unter grenzwertigen Bedingungen. Der Zustand der Wohnungen: schäbig. Die Verwaltung: inaktiv. Die Mietpreise: überteuert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.