Airlines setzen Flüge nach Kairo vorübergehend aus

British Airways hat sich entschieden, ab sofort Flüge nach Kairo auszusetzen. Lufthansa fliegt nach einer Pause wieder. Die Swiss prüft die Sicherheitslage.

Am Boden: Flugzeuge der BA am Terminal 5 des Londoner Airports Heathrow. (Reuters/Neil Hall/Archiv)

Am Boden: Flugzeuge der BA am Terminal 5 des Londoner Airports Heathrow. (Reuters/Neil Hall/Archiv)

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Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat aus Sicherheitsgründen für eine Woche sämtliche Flüge nach Kairo ausgesetzt. Eine BA-Sprecherin machte allerdings keine Angaben zu den Gründen. «Wir überprüfen ständig unsere Sicherheitsmassnahmen an allen unseren Flughäfen weltweit und haben die Flüge nach Kairo als Vorsichtsmassnahme für sieben Tage ausgesetzt, um weitere Bewertungen vorzunehmen», erklärte die Airline am Samstag. Die Sicherheit der Kunden und Besatzungen geniesse stets höchst Priorität.

Das ägyptische Luftverkehrsministerium teilte mit, es stimme sich mit der britischen Botschaft und dem Vertreter von British Airways in Kairo ab. Zugleich seien die Kapazitäten für Flüge der eigenen Airline EgyptAir Richtung London erhöht worden. Für Sonntag sei ein zusätzlicher Flug nach London-Heathrow geplant.

Swiss prüft Sicherheitslage

Die Lufthansa strich nach Angaben eines Unternehmenssprechers zunächst nur ihre Verbindungen am Samstag von München und Frankfurt am Main in die ägyptische Hauptstadt. «Morgen geht es normal wieder weiter», sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Gründe für die Flugabsagen nannte er allerdings ebenfalls keine. Später teilte das Unternehmen am Samstagabend in einer Medienmitteilung mit, dass der reguläre Flugbetrieb nach Kairo am Sonntag wieder aufgenommen werden würde und alle Flüge nach Ägypten planmässig durchgeführt würden.

Von der Fluggesellschaft Swiss hiess es gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in der Nacht auf Sonntag, dass man die Meldung zur Sicherheitslage in Kairo derzeit prüfe. Ein für Sonntagabend geplanter Flug nach Kairo stehe allerdings weiterhin auf dem Plan. Über allfällige Änderungen würde die Swiss die betroffenen Kunden zeitnah informieren, erklärte die Firmensprecherin weiter.

Risiko für Terroranschläge

Im Internet kursierten Fotos von betroffenen Fluggästen, auf denen zu sehen war, wie BA-Mitarbeiter offenbar Handzettel mit einer ähnlichen Erklärung an Kunden ausgaben. In den Reisehinweisen des britischen Aussenministeriums wird bei Ägypten-Reisen vor einem erhöhten «Terrorismus-Risiko» beim Fliegen gewarnt. Im vergangenen Jahr besuchten schätzungsweise 415'000 Briten Ägypten.

In seinen Reisehinweisen für Ägypten schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), dass in Ägypten trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen das Risiko von Terroranschlägen jederzeit im ganzen Land bestehe. Das schliesse auch die Badeorte mit ein. Das EDA erinnert daran, dass wiederholt Anschläge verübt worden seien, bei denen auch Touristen starben oder verletzt wurden. (fal/roy/sda)

Erstellt: 20.07.2019, 21:35 Uhr

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