Diesel-Skandal: Audi-Chef in Untersuchungshaft

Der Chef des Autobauers, Rupert Stadler, wurde wegen Verdunkelungsgefahr festgenommen.

Manager in Bedrängnis: Rupert Stadler an der Jahresversammlung der Audi AG in Ingolstadt. (9. Mai 2018)

Manager in Bedrängnis: Rupert Stadler an der Jahresversammlung der Audi AG in Ingolstadt. (9. Mai 2018) Bild: Lukas Barth/Keystone

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Der Chef des Autobauers Audi, Rupert Stadler, sitzt im Zusammenhang mit dem Dieselskandal in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft München am Montag mitteilte, wurde Stadler am Morgen festgenommen und einer Ermittlungsrichterin vorgeführt. Diese ordnete Untersuchungshaft an. Grund sei, dass «Verdunkelungsgefahr» bestehe. Stadler ist der erste amtierende Topmanager, der wegen des Dieselskandals in U-Haft sitzt.

Erst vergangenen Montag hatten Staatsanwälte Stadlers Wohnung durchsucht. Sie werfen Stadler Betrug und «mittelbare Falschbeurkundung» beim Verkauf von Dieselautos vor. Ein Audi-Sprecher bestätigte die vorläufige Festnahme, betonte aber, dass weiterhin die Unschuldsvermutung gelte.

Manager unter Druck

Stadler wird seit Ende Mai als Beschuldigter in den Ermittlungen gegen die Volkswagen-Tochter geführt. Er soll bewusst hunderttausende Dieselfahrzeuge mit manipulierter Abgasreinigung auf dem europäischen Markt verkauft haben. Neben ihm beschuldigt die Staatsanwaltschaft noch einen weiteren Vorstandskollegen.

Wegen des Dieselskandals sitzen bereits seit vergangenem Jahr ein ehemaliger Audi-Manager sowie der ehemalige Porsche-Motorenchef in Untersuchungshaft. In den USA gibt es zudem einen Haftbefehl gegen Ex-Volkswagenchef Martin Winterkorn. Dieser ist in Deutschland aber bislang vor einer Auslieferung sicher. (ij/AFP)

Erstellt: 18.06.2018, 11:09 Uhr

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