Personalverbände mit neuem GAV für SBB zufrieden

Lohnerhöhung, längeren Vaterschaftsurlaub, Recht auf Nichterreichbarkeit in der Freizeit: Die SBB und die Personalverbände haben sich geeingt.

Arbeiter der SBB-Cargo-Fabrik in Bellizona an der Arbeit an einer Lokomotive. (Archiv)

Arbeiter der SBB-Cargo-Fabrik in Bellizona an der Arbeit an einer Lokomotive. (Archiv) Bild: Gabriele Putzu/Keystone

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Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben sich die SBB-Führung und die Gewerkschaften auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Darin enthalten sind unter anderem individuelle Lohnerhöhungen, ein Kündigungsschutz und ein längerer Vaterschaftsurlaub.

Dafür müssen sich die Angestellten von SBB und SBB Cargo ab 2019 zu 40 Prozent an den «krankheitsbedingten Fehltagkosten» beteiligen, wie die SBB, die Gewerkschaften und Verbände SEV, Transfair, Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVöV) sowie Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) am Mittwoch mitteilten.

Diese werden monatlich vom Lohn abgezogen. Damit sollen die «Gesamtsystemkosten» gesenkt werden. Bis jetzt hatte die SBB die Kosten vollständig getragen. Bisherige Mitarbeitende erhalten im Gegenzug eine entsprechende Lohnerhöhung. Der GAV tritt am 1. Mai 2019 in Kraft und läuft über drei Jahre. Zuvor müssen aber noch der Verwaltungsrat und die Sozialpartner zustimmen.

Deutliche Verbesserung

Bruno Zeller vom Personalverband transfair ist zufrieden mit dem Verhandlungsresultat: «Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird deutlich verbessert, der Förderung und dem Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit im digitalen Wandel wird konkret begegnet und wesentliche Errungenschaften zu Gunsten der Mitarbeitenden konnte transfair erfolgreich verteidigen.»

(nag/sda)

Erstellt: 12.09.2018, 14:50 Uhr

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