Tesla-Verlust lässt Aktie abstürzen

Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen gibt die Aktie um über zehn Prozent nach.

Die Auslieferungskosten des Hoffnungsträgers bescheren dem Elektroautobauer tiefrote Zahlen: Tesla Model 3. (Archivbild)

Die Auslieferungskosten des Hoffnungsträgers bescheren dem Elektroautobauer tiefrote Zahlen: Tesla Model 3. (Archivbild) Bild: Justin Prichard/Keystone

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Hohe Kosten für Produktion und Auslieferung des Hoffnungsträgers Model 3 haben den US-Elektroautobauer Tesla im zweiten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gebracht. Die Aktie stürzte nachbörslich um mehr als zehn Prozent ab.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum wurde der auf die Aktionäre entfallende Verlust zwar von 717,5 Millionen auf 408,3 Millionen Dollar verringert, wie die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Doch damit wurden die Erwartungen der Wall-Street-Analysten trotzdem weit verfehlt.

Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht überhaupt nicht gut an: Der Aktienkurs brach ein. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 20 Prozent gefallen, obwohl es zuletzt eigentlich eine Weile wieder ziemlich steil bergauf gegangen war.

Tesla hält an Auslieferungsziel fest

Tesla hatte die Börse zwar auf rote Zahlen eingestellt, doch mit so viel Verlust war nicht gerechnet worden. Auch der Umsatz konnte die Prognosen der Analysten nicht erfüllen – trotz eines starken Anstiegs um fast 60 Prozent im Jahresvergleich auf 6,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kurbelt sein Geschäft mit dem ersten günstigeren E-Auto Model 3 seit einiger Zeit massiv an, was jedoch viel Geld kostet.

Das Auslieferungsziel von 360'000 bis 400'000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte Tesla, obwohl dies trotz eines Rekordwerts im zweiten Quartal sehr ambitioniert erscheint. «Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen», schrieb Firmenchef Musk in einem Brief an die Aktionäre. In den ersten sechs Monaten hat Tesla lediglich knapp 160'000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, vor allem zu Jahresbeginn gab es grosse logistische Schwierigkeiten. (chk/sda)

Erstellt: 25.07.2019, 03:33 Uhr

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