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Ausschüttung der SNB an die Kantone bleibt fraglich

Der starke Franken hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) in die tiefroten Zahlen gedrückt. Im ersten Halbjahr weist die SNB einen Verlust von 50,1 Mrd. Fr. aus. Ob daher 2016 eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone erfolgen kann, bleibt ungewiss.

Die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Halbjahr 2015 einen massiven Verlust eingefahren. Ob die Kantone Geld erhalten, ist daher fraglich. (Archiv)
Die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Halbjahr 2015 einen massiven Verlust eingefahren. Ob die Kantone Geld erhalten, ist daher fraglich. (Archiv)
Keystone

Erst Ende Jahr wird sich zeigen, ob die SNB eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone leisten kann. Dazu müssten aber die Verluste über das gesamte Jahr noch deutlich sinken, da diese nicht höher als die Ausschüttungsreserven des Vorjahres von 27,5 Mrd. Fr. liegen dürfen. "Sollte sich das Ergebnis der SNB bis Ende Jahr nicht verändern, ist eine Ausschüttung an Bund und Kantone und eine Dividende ausgeschlossen", sagte denn auch eine SNB-Sprecher am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Gemäss einer Prognose der UBS von Mitte Juli werden die Kantone aufgrund des starken Frankens wahrscheinlich leer ausgehen. Die Ökonomen der Credit Suisse halten hingegen in ihrer aktuellen Studie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone auch im laufenden Jahr noch für möglich. Ein Gewinn von rund 25 Mrd. Fr. im zweiten Halbjahr dürfte genügen, um eine Ausschüttung zu ermöglichen. Im vergangenen Jahr hatte die SNB einen Rekordgewinn von 38,3 Mrd. Franken verbucht. Sie schüttete 2 Mrd. Franken an Bund und Kantone aus. 2013 hatte die SNB zum ersten Mal seit 1907 keine Gewinnausschüttung vorgenommen.

SDA

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