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Berner Insel-Gruppe baut 150 Stellen ab

Die Spitalgruppe teilt mit, dass Dutzende Stellen gestrichen werden. Kündigungen werden nicht ausgeschlossen.

Kündigungen sind im Berner Inselspital nicht auszuschliessen. (Archiv)
Kündigungen sind im Berner Inselspital nicht auszuschliessen. (Archiv)
Valérie Chételat

Die Berner Insel-Gruppe will bis Ende 2019 rund 150 Vollzeitstellen abbauen. Das Ziel solle mehrheitlich über natürliche Fluktuation erreicht werden, teilte die Insel-Gruppe am Dienstag mit. Einzelne Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden.

Die Stellenreduktion werde alle Berufsgruppen betreffen, heisst es weiter. Die Patientenversorgung sei in allen Bereichen sichergestellt. Die Behandlungsqualität bleibe gewährleistet.

Ende 2017 gab es bei der Insel-Gruppe 8300 Vollzeitstellen. Das geht aus dem Firmenenporträt auf der Website hervor. Neuere Zahlen gibt es laut Medienstelle nicht. Die Insel-Gruppe weist in ihrem Communiqué auf den wirtschaftlichen Druck in der Gesundheitsbranche hin. Trotz steigenden Patientenzahlen seien verschiedene Sparmassnahmen nötig.

Dazu gehörten nebst dem Stellenabbau auch die Optimierung des Einkaufs, eine bessere Bewirtschaftung des Geräteparks sowie eine weitere Priorisierung von Projekten und Investitionsgeschäften.

Bereits im Oktober berichtete die «Berner Zeitung», dass in der Gruppe über den Abbau von 600 bis 700 Stellen «diskutiert werde». Gegenüber dem «Bund» wurden diese Zahlen von Mitarbeitern des Inselspitals angezweifelt.

Experten aus der Gesundheitsbranche gaben jedoch an, dass sich die Spitalgruppe und die gesamte Branche im Umbruch befänden. «Es ist kein Gewitter, das die Spitallandschaft heimsucht. Es ist ein Klimawandel», fasste etwa Gesundheitsökonom Heinz Locher zusammen. Immer mehr Operationen würden ambulant durchgeführt und die stationären Fallzahlen seien unter den Erwartungen geblieben. Spitäler müssten Massnahmen für die längerfristige Zukunft treffen.

SDA/mck/fal

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