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Billigflieger Ryanair hebt Gewinnprognose an

Der irische Billigflieger Ryanair spürt gewaltigen Auftrieb. Nach einem blendenden Sommergeschäft hob der Lufthansa-Rivale seine Gewinnprognose deutlich an. Viele Nordeuropäer flohen vor schlechtem Wetter und sicherten sich in letzter Minute Flüge in den Süden.

Flugzeuge von Ryanair am Flughafen Stansted. (Archiv)
Flugzeuge von Ryanair am Flughafen Stansted. (Archiv)
Keystone

Das Management sagte daher am Mittwoch für das Geschäftsjahr bis Ende März 2016 einen Überschuss von bis zu 1,23 Milliarden Euro voraus. Das ist etwa ein Viertel mehr als bislang erwartet. An der Londoner löste Europas Branchenprimus nach Passagierzahlen damit ein Kursfeuerwerk aus. Die Ryanair-Aktie stieg zeitweise um zehn Prozent auf ein Rekordhoch. Der Billigflieger bemüht sich seit zwei Jahren seinen Service zu verbessern, um den Kundenkreis zu erweitern. Diese Strategie zahle sich mittlerweile offenbar aus, sagte Konzernchef Michael O'Leary. Aber das ist nur ein Grund des aktuellen Geschäftsbooms. "Den würde ich zu grösserem Teil auf das freundliche Branchenumfeld in Europa in diesem Sommer zurückführen", betonte O'Leary. Ryanair fliegt etwa von Stansted in Ostengland südliche Touristenmagnete wie Alicante, Korfu und Ibiza an. Diese waren wegen der kühlen Temperaturen in Grossbritannien besonders begehrt. Da viele Fluggäste erst spät buchten, konnte Ryanair höhere Ticketpreise verlangen. Flugangebot stark ausgebaut Kürzungen bei der Konkurrenz nutzten die Iren dazu, das eigene Flugangebot massiv auszubauen. Ausserdem profitierten sie wie die Branche insgesamt von niedrigen Treibstoffpreisen. Wegen starker Nachfrage nach Strandferien hatte bereits vergangene Woche der britische Rivale Easyjet eine höhere Gewinnprognose vorgelegt. Auch die Lufthansa konnte sich in den zurückliegenden Monaten über unerwarteten Rückenwind freuen. Chef Carsten Spohr sprach zuletzt im Reuters-Interview vom "besten Sommer überhaupt" für sein Unternehmen. Dieses hat allerdings auch mit der Kehrseite des Billig-Booms zu kämpfen. Wegen des Ausbaus der Günstigtochter Eurowings liegt Lufthansa mit den eigenen Piloten im Streit. Diese streiken im Rahmen der laufenden Tarifauseinandersetzung bereits zum 13. Mal

SDA

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