Erste Details zu US-Vorwürfen gegen Huawei

Die chinesische Firma soll heimlich auf Mobilnetze zugreifen. Die amerikanische Regierung beruft sich auf Geheimdienstinformationen.

Huawei liefert in vielen Ländern Technik für den Aufbau von 5G-Netzen – die USA wollen das verhindern. Bild: Reuters/Jason Lee

Huawei liefert in vielen Ländern Technik für den Aufbau von 5G-Netzen – die USA wollen das verhindern. Bild: Reuters/Jason Lee

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Die US-Regierung hat erstmals Details zu ihren Vorwürfen gegen den chinesischen Netzwerk-Ausrüster Huawei öffentlich gemacht. Amerikanische Regierungsbeamte sagten dem «Wall Street Journal», Huawei könne heimlich über eigentlich für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Mobilnetze zugreifen. Dies ginge aus US-Geheimdienstinformationen hervor. Huawei weist die Vorwürfe allerdings zurück.

Den US-Regierungsbeamten zufolge zeigten die Geheimdienst-Erkenntnisse, dass Huawei über die Fähigkeiten seit mehr als einem Jahrzehnt verfüge. Die USA hätten im vergangenen Jahr darüber unter anderem Grossbritannien und Deutschland informiert, schrieb die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch.

Die jüngste britische Entscheidung, Technik von Huawei beim Ausbau der zukunftsträchtigen 5G-Netze zuzulassen, aber aus sicherheitsrelevanten Kernbereichen herauszuhalten, sei mit Kenntnis der amerikanischen Informationen erfolgt, hiess es.

Aktivitäten würden auffallen

Huawei erklärte der Zeitung, der Konzern unternehme nichts, was die Sicherheit von Daten gefährden würde und werde dies auch nicht tun. Ein ranghoher Vertreter der Firma bestritt zudem grundsätzlich, dass solche Überwachungsschnittstellen ohne Erlaubnis des Netzbetreibers genutzt werden könnten, ohne, dass es sofort auffällt. Die gesetzlich vorgesehenen Überwachungsschnittellen dürfen nur noch Behörden und auf richterlichen Beschluss genutzt werden.

Die USA machen bei ihren Verbündeten schon länger Druck, auf Technik von Huawei beim Ausbau der 5G-Netze zu verzichten und verweisen dabei vor allem auf eine Spionage-Gefahr. Konkrete Beispiele oder Vorwürfe waren bisher nicht genannt worden. (anf/sda)

Erstellt: 12.02.2020, 08:27 Uhr

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