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Ex-UBS-Händler Adoboli ausgeschafft

Grossbritannien hat den wegen Betrugs verurteilten Ex-Angestellten der UBS nach Ghana ausgeflogen.

Kweku Adoboli musste Grossbritannien nach 26 Jahren verlassen. (Archivbild)
Kweku Adoboli musste Grossbritannien nach 26 Jahren verlassen. (Archivbild)
AP Photo/Sang Tan, Keystone

Der ehemalige UBS-Händler Kweku Adoboli wurde nach Ghana ausgeschafft. Sein Anwalt bestätigte, er sei in sein Geburtsland ausgeflogen worden. Der 38-Jährige war im November 2012 in London wegen Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die Hälfte davon sass er in Grossbritannien im Gefängnis ab. 2015 wurde er wieder freigelassen. Seither fürchtete sich der gebürtige Ghanaer vor einer Abschiebung.

Adoboli war am Montag in Glasgow verhaftet und in ein Ausschaffungsgefängnis gebracht worden. Er sei nicht informiert worden, wann und wie er ausgewiesen würde. Am Mittwochnachmittag wurde er von fünf Begleitpersonen an den Flughafen Heathrow gebracht und in ein Flugzeug nach Ghana gesetzt.

Auf dem Weg zum Flughafen sagte Adoboli dem britischen «Guardian», er werde seinen Kampf gegen die Abschiebung von Ghana aus fortsetzen. Adoboli kam im Alter von 12 Jahren nach Grossbritannien, hat aber keinen britischen Pass. Die Abschiebepolitik des britischen Innenministeriums sei drakonisch, so Adoboli.

In Grossbritannien wird jeder ausländische Staatsbürger, der zu einer Haftstrafe von mehr als vier Jahren verurteilt wird, automatisch abgeschoben – ausser, er kann darlegen, dass es gute Gründe für einen Verbleib gibt. Davon konnte Adoboli die Behörden offenbar nicht überzeugen.

Kweku Adoboli spekulierte im Sommer 2011 auf steigende Börsenkurse, stattdessen verloren seine Wertpapiere an Wert. Bei seinen Deals überschritt er seine Kompetenzen und setzte weit mehr Geld ein, als er durfte. Die Verluste kosteten die UBS mehr als 2 Milliarden Dollar.

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