US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die Tür für eine bevorstehende Zinsanhebung steht weit offen. Für Diskussionen sorge auch die Nachfolge der Notenbankchefin Janet Yellen.

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Die US-Notenbank Federal Reserve unter ihrer Chefin Janet Yellen hat ihren Leitzins nach der Novembersitzung ihres Offenmarktausschusses am Mittwoch erwartungsgemäss nicht verändert.

Der Zins für kurzfristige Anleihen, zu dem sich Banken über Nacht gegenseitig Geld leihen, bleibt weiterhin in einem Zielkorridor von 1,0 bis 1,25 Prozent, teilte die Notenbank nach der Sitzung am Mittwochabend (MEZ) mit. Die Märkte haben damit gerechnet, gehen aber von einer Zinsanhebung im Dezember aus.

Trump wird Yellen-Nachfolge bekanntgeben

Die Fed hält die Tür dafür ausdrücklich offen: Sie spricht davon, dass die US-Wirtschaft trotz der verheerenden Folgen der jüngsten Wirbelstürme in solidem Tempo wachse und sich auch die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufgehellt habe.

Die Entscheidung wurde überschattet von der Diskussion um die Zukunft von Fed-Chefin Janet Yellen. Ihre Amtszeit läuft im Februar 2018 aus. Die 71-Jährige steht grundsätzliche für eine Verlängerung bereit.

Erwartet wird jedoch, dass US-Präsident Donald Trump am Donnerstag den Namen eines Nachfolgers bekanntgeben wird. Als Favorit wird Jerome Powell gehandelt, der bereits Mitglied im Führungsgremium der Fed ist und als moderater Notenbanker gilt. (oli/sda)

Erstellt: 01.11.2017, 23:25 Uhr

Fed-Äusserungen stützen Dow Jones und S&P

Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank hat die Wall Street ihre Gewinne am Mittwoch verteidigt. Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen beliessen die Zinsen wie erwartet in der Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent.

Zugleich hält sich die Zentralbank die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember offen. Die Wirtschaft zeige sich trotz der Wirbelstürme in einer starken Verfassung. Für Optimismus sorgten bei Investoren weiter die Quartalszahlen, die bei den meisten Firmen stärker als angenommen ausfallen. «Gewinne treiben die Märkte an. Und sie sind weiter wirklich gut», sagte ein Marktstratege vom Onlinebroker TD Ameritrade.

Für Optimismus sorgten am Mittwoch auch robuste Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und die höheren Ölpreise. So kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent weiter mehr als 60 Dollar. Dementsprechend waren Energieaktien besonders gefragt.

Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,25 Prozent auf 23'435 Punkte aus dem Handel. Beim S&P 500 betrug der Zuwachs 0,2 Prozent auf 2579 Stellen. Dagegen gab es beim Nasdaq ein Minus von 0,2 Prozent auf 6716 Zähler. Auf dem Index lasteten Apple-Aktien, die um 1,3 Prozent nachgaben.
Vor dem Verkaufsstart des neuen iPhones X machten viele Anleger offenbar Kasse. Innerhalb eines Monats waren die Anteilsscheine des kalifornischen Unternehmens um mehr als acht Prozent gestiegen, während das Plus beim Nasdaq gut drei Prozent betrug.

Bei anderen Einzelwerten standen die Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder im Blickpunkt: Das Unternehmen konzentriert sich auf jüngere Kunden und konnte im abgelaufenen Quartal den Gewinn verdoppeln. Die Aktie stieg um 9,2 Prozent. Auch der Stahlkocher US Steel und der Navigationsexperte Garmin legten Zahlen vor, die stärker als erwartet ausfielen. Die Kurse legten um 7,8 beziehungsweise 5,6 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 874 Millionen Aktien den Besitzer. 1537 Werte legten zu, 1355 gaben nach, und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Milliarden Aktien 1094 Werte im Plus, 1847 im Minus und 203 unverändert.

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