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SBB macht einzelne Billette günstiger

Die SBB fuhr letztes Jahr einen Gewinn von 399 Millionen Franken ein. Da die Kunden das Preis-Leistungs-Verhältnis schlechter bewerten, sollen nun die Preise sinken.

Die SBB hat laut eigenen Angaben ein gutes Geschäftsjahr hinter sich: 2017 wurden 1,26 Millionen Passagiere täglich befördert, was einer Zunahme von 0,6 Prozent entspricht. Der Gewinn beläuft sich auf 399 Millionen Franken und konnte um 4,8 Prozent gesteigert werden.

Auch die Pünktlichkeit konnte auf 89 Prozent um 0,2 Prozentpunkte verbessert werden. Laut SBB ist dies der höchste Wert seit sechs Jahren. Doch hier gibt es regionale Unterschiede: Sehr hoch war die Pünktlichkeit in der Region Ost im Raum Zürich. Im Tessin ist die Pünktlichkeit jedoch tiefer, was die SBB mit Verspätungen aus Italien begründet. «In der Romandie hat sich die Pünktlichkeit verschlechtert», schreibt die SBB. Dies liege daran, dass dort unter laufendem Betrieb grosse Bau- und Unterhaltsarbeiten und Ausbauten von Bahnhöfen umgesetzt worden seien.

Preissenkungen in der Höhe von 50 Millionen Franken

Obwohl die Pünktlichkeit insgesamt gesteigert werden konnte: Kritischer beurteilten die Fahrgäste das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch das Konzernimage wurde im letzten Jahr von den Kunden etwas schlechter bewertet. Hier wollen die SBB ansetzen: Die Sparanstrengungen, die mit dem Programm Railfit unternommen wurden, soll den Kunden zugute kommen.

So soll der telefonische Rail Service für Billet- und Abonnomentsbestellungen oder für Reservationen künftig zum günstigen Ortstatif abgerechnet werden statt wie bisher zum Minutentarif.

Zudem sind Sparbilette ab dem 1. Mai um bis zu 70 Prozent ermässigt statt um 50 Prozent. Und GA-Kunden erhalten ein Gutscheinheft. Insgesamt belaufen sich die Preissenkungen auf 50 Millionen Franken. «Darüber hinaus setzt sich die SBB dafür ein, dass auf den nächsten Fahrplanwechsel die Preise in einigen Bereichen gesenkt werden.»

Bei den Billettverkäufen setzt sich der Trend hin zu digitalen Lösungen fort: Die über SBB Mobile verkauften Billette machen 26 Prozent aus. Das ist ein Zuwachs von 6,6 Prozent. Stellenabbau bei SBB Cargo

Einen Rückschlag erlitt die Sparte SBB Cargo. Dort erwirtschaftete die SBB einen Verlust von 31 Millionen Franken. Die Kundenzufriedenheit und die Pünktlichkeit bei Cargo nahm zudem ab. Da die Sparte mit einem Sanierungsprogramm fit gemacht werden müsse, «ist es laut SBB leider unumgänglich, bis 2020 330 von 2200 Stellen abzubauen».

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