Stadler Rail und Medacta wollen rasch an die Börse

Laut Insidern planen die beiden Schweizer Unternehmen ihren Börsengang noch vor Ostern. Ihnen wird ein Börsenwert im Milliarden-Bereich zugetraut.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der beiden Schweizer Unternehmen Stadler Rail und Medacta International lassen sich durch wackelige Märkte nicht von ihren Börsenplänen abbringen. Der Zugbauer und der Orthopädiekonzern peilen noch vor Ostern den Gang an die Schweizer SIX an, wie mehrere mit der Sache vertraute Personen erklärten.

Ein formeller Startschuss sei aber noch nicht gefallen. Ob es tatsächlich zu einer Transaktion komme, hänge auch von der Entwicklung der Finanzmärkte ab. Ein IPO sei eine Option, erklärte eine Stadler-Sprecherin am Freitag. Es sei jedoch kein Entscheid gefallen.

Medacta-Finanzchef Corrado Farsetta erklärte, die in Familienbesitz stehende Firma prüfe verschiedene Optionen, um die Entwicklung zu beschleunigen, darunter auch einen Börsengang.

Starke Wachstumraten bei Medecta

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im vergangenen Herbst von den Börsenplänen berichtet. Medacta produziert mit zuletzt 930 Mitarbeitern orthopädische Implantate und Instrumente, die bei Hüft-, Knie-, Schulter- und Wirbelsäulen-Problemen zum Einsatz kommen.

Die Firma nutzt auch minimalinvasive Methoden, sodass Patienten das Spital schneller wieder verlassen können. Medacta, die mit US-Firmen wie Zimmer Biomet oder Stryker konkurriert, verzeichnet starke Wachstumsraten.

Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. 2017 erwirtschaftete das Unternehmen mit 7600 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,4 Milliarden Franken. Bis 2020 rechnet der Schienenfahrzeug-Hersteller mit Erlösen von 3,9 Milliarden Franken.

Die Firma ist in einem ähnlichen Bereich wie Bombardier tätig und wird als Interessent für Firmenteile gehandelt, die Siemens und Alstom bei einer möglichen Fusion ihrer Zug-Sparten verkaufen müssten, um grünes Licht von den Wettbewerbshütern zu bekommen. (nag/sda)

Erstellt: 01.02.2019, 17:17 Uhr

Artikel zum Thema

Börsenpläne von Stadler Rail konkretisieren sich offenbar

Der Thurgauer Zughersteller hat Reuters zufolge die UBS und Credit Suisse mit der Vorbereitung eines Börsengangs beauftragt. Mehr...

Schweizer Maschinenbauer plant Börsengang

Die Firma Klingelnberg steht vor einem IPO. Das soll den Zürchern 20 Millionen Euro in die Kasse spülen. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@landbote.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 052 266 99 85. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Landboten digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 25.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!