US-Kongressabgeordnete fordern Freihandel mit der Schweiz

Zwanzig amerikanische Parlamentarier fordern das US-Handelsministerium auf, mit einem Freihandelsabkommen vorwärtszumachen.

Ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz vertrete amerikanische Wirtschaftsinteressen, so die US-Kongressabgeordneten. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)

Ein Freihandelsabkommen mit der Schweiz vertrete amerikanische Wirtschaftsinteressen, so die US-Kongressabgeordneten. Foto: Arnd Wiegmann (Reuters)

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Ein Abkommen mit der Schweiz sei im Interesse der USA, halten die Parlamentarier beider Parteien in ihrem Schreiben von gestern an den US-Handelsbeauftragten Robert Lightizer fest. Es würde der amerikanischen Wirtschaft Zugang zu einem «high-end»-Markt mit Weltklassestandards bringen.

Die Schweiz habe dargelegt, dass sie ein pragmatischer, effizienter und vertrauenswürdiger Verhandlungspartner sein werde. Und weil die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union sei, könne sie unabhängig von Brüssel ein Abkommen aushandeln. Mit geringem Aufwand könnten beide Seiten wirtschaftlich gewinnen.

Der Brief wurde vom demokratischen Abgeordneten Don Beyer aus Virginia verbreitet. Er will mit Druck aus dem Parlament erreichen, dass sich das Handelsministerium nicht nur mit dem Handelsstreit mit China und den Beziehungen zu Mexiko und Kanada, sondern auch mit der Schweiz befasst.

Derzeit laufen erst informelle Gespräche. Im Mai gab auch US-Präsident Donald Tump anlässlich eines Besuches von Bundespräsident Ueli Maurer grünes Licht für ein Freihandelsabkommen. Ein Abkommen müsse zu einem «freien, fairen und reziproken» Handel führen, heisst es im Brief der Parlamentarier. Diese Formulierung entspricht der Position der Administration Trump. Gleichzeitig erwartet die amerikanische Seite, dass die Schweiz Vorschläge für ein Abkommen ausarbeitet und in Washington unterbreitet.

Erstellt: 08.10.2019, 11:45 Uhr

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