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Alle OVS-Mitarbeiter in der Schweiz müssen Ende Juni gehen

Der Kleiderhändler OVS ist in der Schweiz definitiv am Ende: Alle Mitarbeitenden werden bis Ende Juni entlassen.

Ab Sommer 2017 bis Anfang 2018 wurden sämtliche Charles-Vögele-Filialen in OVS umbenannt und umgestaltet.
Ab Sommer 2017 bis Anfang 2018 wurden sämtliche Charles-Vögele-Filialen in OVS umbenannt und umgestaltet.
Christian Beutler, Keystone
Der Vögele-Nachfolger OVS hat seine Mitarbeiter informiert, dass das Unternehmen Massenentlassungen in Betracht zieht.
Der Vögele-Nachfolger OVS hat seine Mitarbeiter informiert, dass das Unternehmen Massenentlassungen in Betracht zieht.
Christian Beutler, Keystone
Zunehmender Onlinehandel, Einkaufstourismus und 2016 auch schlechtes Wetter setzten seinem Unternehmen zu: Vögele-Chef Markus Vögeli, hier an der Bilanzmedienkonferenz. (26. April 2016)
Zunehmender Onlinehandel, Einkaufstourismus und 2016 auch schlechtes Wetter setzten seinem Unternehmen zu: Vögele-Chef Markus Vögeli, hier an der Bilanzmedienkonferenz. (26. April 2016)
Walter Bieri, Keystone
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Es gebe bedauerlicherweise keine Möglichkeit, das Unternehmen in der jetzigen Form weiterzuführen, schreibt die Charles-Vögele-Nachfolgerin am Dienstag in einer Mitteilung an die Angestellten. Seit Anfang Juni steckt Sempione Fashion, die die OVS-Läden in der Schweiz betreibt, in Nachlassstundung.

Zudem wurde ein Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern eingeleitet. Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen ist vor knapp einer Woche abgelaufen. Die OVS-Direktion habe eine Verlängerung abgelehnt, schrieb die Gewerkschaft Unia letzte Woche in einer Mitteilung. Die Mitarbeitenden hätten eine Reihe von Vorschlägen und dringenden Forderungen bei der OVS-Leitung eingegeben und verlangten einen Sozialplan.

Interesse an qualifiziertem Verkaufspersonal

Unia schrieb von «unhaltbaren Zuständen», unter denen die Mitarbeitenden arbeiten müssten: Unterbesetzung, fehlendes Material, abgeschaltete Klimaanlage, mangelnde Planung und unklare Anweisungen gehörten zu ihrem Alltag.

In der internen Mitteilung schreibt Sempione Fashion nun, das Management sei bestrebt, wenn immer möglich Lösungen für die Belegschaft zu finden. Es würden dafür diverse Gespräche mit potentiellen Interessenten geführt. Zudem hätten diverse Schweizer Detailhändler Interesse an qualifiziertem Verkaufspersonal angemeldet.

Die Unternehmensleitung will den Mitarbeitern zeitnah ein Zwischenzeugnis beziehungsweise Abschlusszeugnis ausstellen. Auch Wünschen nach einem frühzeitigen Abgang würden möglichst entsprochen, «sofern der weitere Geschäftsbetrieb sichergestellt ist.» Laut Angaben von Anfang Juni beschäftigt Sempione Fashion 1'200 Mitarbeitende.

SDA/oli

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