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Jonas Projer verlässt SRF

Der Fernsehmoderator wechselt zum Verlagshaus Ringier. Er soll dort «Blick TV» aufbauen.

Hat die «Arena» seit Ende August 2014 moderiert: Jonas Projer geht zum «Blick». (Archivbild) Bild: Keystone
Hat die «Arena» seit Ende August 2014 moderiert: Jonas Projer geht zum «Blick». (Archivbild) Bild: Keystone

Die «Arena» brachte ihn nicht nur in die Wohnzimmer der Schweiz, über Jonas Projer wurde auch in den Medien viel geschrieben. Jetzt wechselt der Journalist und Fernsehmoderator zum Verlagshaus Ringier, wie der «Blick» berichtet.

Dort werde er die Leitung des Projekts «Blick TV» übernehmen. Die neue Funktion: Chefredaktor. Mit «Blick TV» will die «Blick»-Gruppe den Bewegtbild-Anteil auf deren Plattformen ausbauen.

Projer arbeitete während vielen Jahren beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Als EU-Korrespondent des SRF in Brüssel erlangte der 37-Jährige schweizweite Bekanntheit. Als Leiter Talk-Redaktion und Moderator der Sendung «Arena» war er umstritten. Unvergessen ist die Debatte nach der Sendung zur No-Billag-Abstimmung im Februar 2018.

So wurde ihm vorgeworfen, als «Profiteur der Billag-Gebühren» parteiisch zu sein. Die Reaktionen nach der Sendung waren emotional. Zuschauer warfen Projer eine «unglaubliche Arroganz» vor. Er habe den Initiant der No-Billag-Initiative, Olivier Kessler, fast nie ausreden lassen. Auf Twitter wurde Projer und dessen Kinder sogar mit dem Tod gedroht.

Studium abgebrochen

Zum Journalismus kam der Familienvater als Filmjournalist beim «Landboten». Später absolvierte er ein Praktikum bei Fernsehkorrespondent Tilman Lingner in Washington, dann die begehrte SRF-Stage bei «Schweiz aktuell». Im Sommer 2009 wurde er – mit 28 – Inlandkorrespondent für Zürich und Schaffhausen, 2011 Korrespondent in Brüssel. «Eine spannendere journalistische Arbeit kann ich mir nicht vorstellen», sagte Projer damals.

Sein Studium der Germanistik, Anglistik und Filmwissenschaften brach Projer 2003 für eine Regie-Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste ab, sein Abschlussfilm «Wölfe in B.» stellte ein Schweizer Dorf ins Zentrum, in dem sich als Reaktion auf betende Muslime eine Bürgerwehr bildet.

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