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Kultfirma Gibson droht nach 116 Jahren Bankrott

Oft zahlen Liebhaber mehrere Hunderttausend Dollar für seltene oder von Rockgrössen gespielte Gitarren. Nun droht der Kultfirma die Pleite.

Kaum einer der bekannten, grossen Gitarristen hat keine Gibson: Led Zeppelins Jimmy Page mit einer Gibson Les Paul.
Kaum einer der bekannten, grossen Gitarristen hat keine Gibson: Led Zeppelins Jimmy Page mit einer Gibson Les Paul.
Murad Sezer, Keystone
Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash «traktiert» die Les-Paul-Modelle schon seit Jahrzehnten.
Guns-N'-Roses-Gitarrist Slash «traktiert» die Les-Paul-Modelle schon seit Jahrzehnten.
Luis Tejido, Keystone
Auch der «King of Rock' n' Roll», Elvis Presley, nannte eine Gibson sein Eigen. Seine Witwe Priscilla posiert neben einer Gibson J-200 während einer Elvis-Ausstellung in London im November 2015.
Auch der «King of Rock' n' Roll», Elvis Presley, nannte eine Gibson sein Eigen. Seine Witwe Priscilla posiert neben einer Gibson J-200 während einer Elvis-Ausstellung in London im November 2015.
Will Over
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Der 1902 gegründete US-Gitarrenbauer Gibson kämpft um seine Existenz. Das Unternehmen, dessen Instrumente bei Musikstars wie Keith Richards, Jimmy Page und Slash beliebt sind, ernannte am Montag mit Benson Woo einen neuen Finanzchef. Er soll den Betrieb vor dem Bankrott retten.

Zudem arbeite Gibson mit einer Investmentbank an einem Refinanzierungsplan, teilte die Firma aus Nashville im US-Bundesstaat Tennessee mit.

Neben Gitarren verkauft Gibson auch Audiosysteme für Profis und normale Konsumenten. Laut der Zeitung «Nashville Post» hatte das Unternehmen Anfang August vergangenen Jahres einen Schuldenberg von 375 Millionen Dollar.

Kauf von Philips

Nach den Worten von Firmenchef Henry Juszkiewicz ist das Geschäft mit Instrumenten und professionellen Audioprodukten profitabel und wächst. Der Erfolg sei aber nicht so gross wie noch vor einigen Jahren.

Im Zuge einer umfassenden Überprüfung der Firmenstrategie sollten Produkte, die sich nicht so gut verkaufen, eingestellt werden. Die Marke Philips solle sich auf die Audioprodukte mit dem grössten Wachstumspotenzial konzentrieren.

Juszkiewicz zeigte sich zuversichtlich, dass diese «Strategie» im nächsten Jahr zu den besten Finanzergebnissen führen wird, die das Unternehmen in seiner Geschichte gesehen hat. Binnen einiger Jahre werde Gibson alle seine Schulden zurückzahlen. Gibson hatte 2014 die Unterhaltungssparte des niederländischen Konzerns Philips für 135 Millionen Dollar gekauft.

SDA/nag

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