Volvo verlagert SUV-Produktion nach Europa

Obwohl US-Präsident Donald Trump auch der EU mit Zöllen auf Autos drohte, wird der XC60 nicht mehr in China gebaut. Der Umzug hat bereits begonnen.

<i>Ein Volvo XC60 an der internationalen Auto-Ausstellung in New York. (Archivbild) Bild: Reuters/Lucas Jackson</i>

Ein Volvo XC60 an der internationalen Auto-Ausstellung in New York. (Archivbild) Bild: Reuters/Lucas Jackson

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Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.

Die USA und China überziehen sich im Handelstreit derzeit mit Strafzöllen. Doch US-Präsident Donald Trump liegt auch mit der EU im Clinch und drohte erst vergangene Woche mit Zöllen auf Autos.

Die Tochter des chinesischen Geely-Konzerns ist derweil trotz des internationalen Handelsstreits auf Kurs für das fünfte Rekordjahr in Folge. Volvo Cars steuert demnach auch 2018 auf eine Absatz-Bestmarke zu. Im zweiten Quartal stieg der operative Gewinn um 29 Prozent auf umgerechnet 407,1 Millionen Euro. Der Umsatz legte um mehr als ein Viertel 6,4 Milliarden Euro zu.

Wachstum in allen wichtigen Märkten

Der Autobauer ist im zweiten Quartal dank einer hohen Nachfrage in allen wichtigen Märkten deutlich gewachsen. Zudem verdiente der Hersteller mit schwedischen Wurzeln, der 2010 vom US-Autobauer Ford an den chinesischen Konzern Geely verkauft wurde, mehr. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf knapp drei Milliarden schwedische Kronen (rund 291 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag in Göteborg mitteilte.

Der Umsatz legte um etwas mehr als ein Viertel auf 66 Milliarden Kronen zu. Grundlage für die Zuwächse ist ein deutliches Absatzplus in den drei Monaten bis Ende Juni. Die Zahl der verkauften Autos der Marke Volvo zog um 15 Prozent auf gut 170'000 Stück an. Besonders robust zeigten sich die Verkäufe in den Vereinigten Staaten. Dort stieg der Absatz um ein Drittel auf fast 28'000 Stück.

Ein Volvo FH16 während einer Lastwagen-Ausstellung in Hanover. (Archivbild) Bild: Reuters/Fabian Bimmer

Der Autohersteller ist nicht mit dem börsennotierten Unternehmen Volvo zu verwechseln. Die an der Börse gelistete Volvo Group hatte den Autohersteller Ende der 90er-Jahre an Ford verkauft. Der Nutzfahrzeughersteller Volvo Group stellt Baumaschinen, Busse und Lastwagen her und legte am Donnerstag ebenfalls Zahlen vor. Das Unternehmen steigerte den Gewinn um 59 Prozent auf 9,4 Milliarden schwedische Kronen (rund 911 Millionen Euro).

Beim um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis verzeichnete Volvo ein Plus von 37 Prozent auf 11,5 Milliarden Kronen. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen der Experten. Der Umsatz des mit den VW-Marken Scania und MAN sowie der Daimler-Lkw-Sparte konkurrierenden Unternehmens zog um 18 Prozent auf 104 Milliarden Kronen an. (oli/sda)

Erstellt: 19.07.2018, 12:18 Uhr

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