Wetterpech: Welche Bergbahnen kulant sind – und welche nicht

Wenn es stürmt, wird aus dem Tag auf der Piste oft nichts. Manche Ski-Gebiete entschädigen ihre Kunden – aber nicht alle.

Erstattet Tickets zurück, wenn die Bahnen wegen Hudelwetters nicht fahren: Das Skigebiet Motta Naluns. Bild: scuol-zernez.engadin.com

Erstattet Tickets zurück, wenn die Bahnen wegen Hudelwetters nicht fahren: Das Skigebiet Motta Naluns. Bild: scuol-zernez.engadin.com

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Winterstürme wie Sabine vermasseln Wintersportlern den Ausflug – und den Bergbahnen das Geschäft. Wer einen Skipass für mehrere Tage kauft, hat Pech gehabt. Denn die Bahnen sind in der Schweiz nicht verpflichtet, wegen schlechter Wetterverhältnisse Pässe oder Tageskarten zurückzuerstatten. Dennoch zeigen sich manche Betreiber kulant, darunter in Scuol, wie der «Blick» berichtet.

Nach Abzug einer Gebühr haben die Bergbahnen Scuol demnach Beträge zwischen zehn und 70 Franken in Form von Gutscheinen zurückerstattet. «Wir wollten gegenüber den Gästen, die hauptsächlich Mehrtageskarten gelöst hatten und somit das Wetterrisiko getragen haben, ein kleines Entgegenkommen zeigen», zitiert die Zeitung Bahndirektor Andri Poo.

Auch im Skigebiet Titlis entschädigten die Bergbahnen die Kunden für ihr Wetterpech. Dies, nachdem am Montag wegen Sabine alle Bahnen und Pisten geschlossen waren. Gäste mit Mehrtageskarten erhielten einen Gutschein für einen weiteren Skitag.

Wahlabos und Versicherungen

Im Wallis und im Berner Oberland haben Bahnbetreiber offenbar weniger Erbarmen mit ihrer Kundschaft. Als vergangene Woche das Sturmtief Petra über die Schweiz zog, waren die Bahnen im Skigebiet Saas-Fee ausser Betrieb. Während Sabine tobte, fuhren nur einzelne Lifte. Rückerstattungen auf gekaufte Tickets gibt es hier laut dem «Blick» nicht.

Gästen können jedoch für ihre Abonnemente eine Versicherung abschliessen – für drei Franken pro Tag. «Bei Schliessungen oder Teilschliessungen erhalten die Gäste mit Versicherung ihr Geld, oder zumindest einen Teil davon, zurück», sagt eine Sprecherin.

Allerdings haben die Saastal Bergbahnen Wahlabonnemente im Angebot. «Damit können die Gäste frei wählen, an welchen Tagen sie Ski fahren wollen», so die Sprecherin.

Zweites Skigebiet ohne Aufpreis

Auch in der Jungfrau-Region werden Gäste nicht entschädigt, die für die Bergbahnen bezahlt haben, sie wegen Hudelwetters aber nicht nutzen können. Ausser, sie haben eine Versicherung abgeschlossen. Dann erhalten sie den Kaufpreis zurück.

Eine freundliche Geste gab es aber dennoch, als wegen Sturm Sabine einzelne Bahnen ausser Betrieb waren. «Deshalb durften Wintersportgäste mit Skipässen Grindelwald-Wengen ohne Aufpreis und Einschränkung auch das Skigebiet Mürren-Schilthorn nutzen», sagt eine Sprecherin der Jungfraubahnen.

Doch auch im Bündnerland sind nicht alle Bahnen kulant. Laut dem Bericht mussten Anfang Woche auch Kunden der Bergbahnen Flims-Laax-Falera «in die Röhre gucken».

(oli)

Erstellt: 12.02.2020, 14:29 Uhr

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