Zum Hauptinhalt springen

Wer bunkert alte Nötli für über eine Milliarde Franken?

In 2 Jahren läuft die Umtauschfrist für die Banknoten von 1976 ab. Noch sind Noten im Wert von über einer Milliarde nicht zurückgegeben worden.

Die sechste Banknotenserie wurde 1976 in Umlauf gebracht. Die 100er-Note ziert ein Porträt des Architekten Francesco Borromini.
Die sechste Banknotenserie wurde 1976 in Umlauf gebracht. Die 100er-Note ziert ein Porträt des Architekten Francesco Borromini.
Keystone
Auf der 1000er-Note war Psychiater Auguste Forel sichtbar. Am 1. Mai 2000 wurden sie zurückgerufen.
Auf der 1000er-Note war Psychiater Auguste Forel sichtbar. Am 1. Mai 2000 wurden sie zurückgerufen.
Keystone
Die neue Banknotenserie wird gestaffelt in Umlauf gesetzt: Bislang wurden die neuen 10er-, 20er- und 50er-Noten lanciert.
Die neue Banknotenserie wird gestaffelt in Umlauf gesetzt: Bislang wurden die neuen 10er-, 20er- und 50er-Noten lanciert.
Keystone
1 / 9

Nach 20 Jahren sind alte Noten entweder verloren oder kaputt gegangen. Davon ging man bisher aus. Die Nötli einer alten Serie verloren deshalb nach der Umtauschfrist ihren Wert.

Das will der Bundesrat ändern: Alte Banknoten sollen künftig unbefristet eingetauscht werden können. Die Lebenserwartung sei gestiegen, die Mobilität der Bevölkerung habe zugenommen, schreibt er in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Aufhebung der Umtauschfrist soll verhindern, dass jemand plötzlich wertlos gewordene Banknoten besitzt.

Daher sollen Schweizer Banknoten ab der 6. Serie unbegrenzt umgetauscht werden können. Diese wurde ab 1976 in Umlauf gebracht und die Umtauschfrist läuft im Mai 2020 aus. Von der Serie sind noch Noten im Wert von über 1 Milliarde Franken im Umlauf.

Erlös nicht umgetauschter Noten

Die vom Bundesrat vorgeschlagene Änderung des Bundesgesetzes über die Währung und Zahlungsmittel (WZG) ist in der Vernehmlassung mehrheitlich positiv aufgenommen worden. Die Befürchtung, dass der Fondssuisse nicht mehr ausreichend finanziert wird, hält er für unbegründet.

Dieser könne künftige Aktivitäten aus seinen Kapitalerträgen decken, heisst es in der Mitteilung. Der Fonds, der ungedeckte Elementarschäden bei Naturkatastrophen deckt, profitiert heute vom Erlös der nicht umgetauschten Banknoten.

Umtausch internationaler Währungen

Auch die Bedenken, dass die Aufhebung der Umtauschfrist das Kriminalitätsrisiko erhöhe, teilt der Bundesrat nicht. Die Regelung, dass die Noten sechs Monate nach dem Rückruf nicht mehr als Zahlungsmittel gälten, bleibe bestehen. Danach müssten die Noten an einem Schalter der SNB umgetauscht werden, die deren Echtheit und Herkunft prüfe.

In der Botschaft erinnert der Bundesrat auch daran, dass Banknoten der international bedeutsamen und weltweit gehandelten Währungen zeitlich unbeschränkt umgetauscht werden können. Das gilt insbesondere für den Euro, den US-Dollar und das britische Pfund.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch