Zum Hauptinhalt springen

Zahl der Hotelbuchungen steigt wieder an

Die Zahl der Logiernächte dürfte laut Schweiz Tourismus leicht ansteigen. Die Preise jetzt wieder anzuheben, wäre laut dem neuen Direktor aber unklug.

Positiv sei, dass in der Schweiz der Glaube an den grossen Schnee zurückgekehrt ist, sagt der neue Chef von Schweiz Tourismus, Martin Nydegger.
Positiv sei, dass in der Schweiz der Glaube an den grossen Schnee zurückgekehrt ist, sagt der neue Chef von Schweiz Tourismus, Martin Nydegger.
Keystone
Der grosse Schnee im Wallis: Ein Mann läuft durch eine verschneite Strasse in Bellwald. (21. Januar 2018)
Der grosse Schnee im Wallis: Ein Mann läuft durch eine verschneite Strasse in Bellwald. (21. Januar 2018)
Keystone
Der Schnee in den Schweizer Bergen, hier im Vallée de Conches, dürfte bis Ostern für beste Skipisten sorgen.
Der Schnee in den Schweizer Bergen, hier im Vallée de Conches, dürfte bis Ostern für beste Skipisten sorgen.
Jean-christophe Bott, Keystone
1 / 8

Der neue Chef von Schweiz Tourismus, Martin Nydegger, rechnet damit, dass in der aktuellen Wintersaison die Logiernächte in der Schweiz um «vielleicht 4 Prozent» steigen dürften. Es werde aber nicht 5 oder 8 Prozent Wachstum geben.

Der Direktor von Schweiz Tourismus zeigte sich beeindruckt von der entspannten Grosszügigkeit, mit der etwa die Tourismusverantwortlichen in Zermatt VS auf das «Eingeschneitsein» reagiert hätten, sagte Nydegger in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Er gehe aber nicht so weit, zu behaupten, dass die Situation Zermatt genützt habe. «Wenn die Bergbahnen geschlossen sind, ist das sicher nicht gut für die Erträge.» Positiv sei aber, dass in der Schweiz der Glaube an den grossen Schnee zurückgekehrt sei.

Preiserhöhungen nicht sinnvoll

Seiner Meinung nach wäre es nicht klug, die Preise jetzt wieder anzuheben. Sie seien in den letzten Jahren gesenkt worden. Man habe die Lehren aus der Diskussion über das Hochpreisland Schweiz gezogen. «Im Übrigen sind die Preise ja auch gesunken, weil die Kosten heruntergefahren wurden», so Nydegger.

Ob die Billigstrategie der Bergbahnen finanziell aufgehe, könne er nicht beurteilen. «Aber: Wie eng die Skigebiete kooperiert haben, um eine gemeinsames Ticket zu lancieren - etwa den MagicPass in der Westschweiz (...), da kann ich nur sagen: Chapeau!»

Nydegger löste zu Jahresbeginn Jürg Schmid als obersten Touristiker der Schweiz ab. Auf die Frage, was sich damit ändere, sagte er, dass die Tatsache, dass ein interner Kandidat gewählt worden sei, zeige, dass die strategische Richtung stimme und weiterentwickelt werde. «Jetzt geht es ums Finetuning. Ich plane auch kein neues Logo», so Nydegger.

Eigene Produkte

Schweiz Tourismus müsse aber vermehrt eigene Produkte entwickeln und nicht nur das vorhandene Angebot abbilden. Nydegger verwies auf «First Ski Experience». Hier seien Skiausrüstung, Bergbahnticket und Skilehrer in einem Produkt gebündelt. Für das nächste Projekt für Fahrradfahrer «Ride the Alps» sollen im nächsten Sommer für 13 Veranstaltungen Pässe tageweise für den Autoverkehr gesperrt werden.

Das Marketing von Schweiz Tourismus soll nach dem Willen von Nydegger künftig weniger gefällig, sondern kantiger werden. Beispielsweise zeige der neue Prospekt zur Sommerkampagne «eine mit Schlamm bespritzte Mountainbikerin». Frauen würden in den Familien oft die Reiseentscheide treffen, sagte Nydegger dazu.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch