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Ariane 5 ist zum 100. Mal gestartet

Die europäische Trägerrakete Ariane 5 hat erfolgreich zwei Telecomsatelliten ins All gebracht.

Leichte Verspätung: Zu ihrem Jubiläum startete Ariane 5 nicht ganz pünktlich. Video: Tamedia/AFP

Die europäische Trägerrakete Ariane 5 hat ihren 100. Start absolviert. Eine Rakete des Modells brachte mit dem Jubiläumsflug erfolgreich zwei Telecomsatelliten ins All, wie der Betreiber Arianespace in der Nacht auf Mittwoch bekannt gab.

Europas grosser «Raumfahrt-Lastesel» hob in der Nacht zum Mittwoch vom Weltraumbahnhof Kourou ab, der im südamerikanischen Französisch-Guayana liegt. Die 780 Tonnen schwere Rakete startete leicht verspätet um 19.38 Uhr Ortszeit (0.38 Uhr MESZ).

Die erste Ariane 5 war im Jahr 1996 gestartet. Der Jungfernflug endete im Desaster – die Rakete kam kurz nach dem Start vom Kurs ab und explodierte. Unter den 100 Flügen war noch ein weiterer kompletter Fehlschlag: 2002 musste eine Rakete im Flug gesprengt werden.

Jubiläumsflug: Die Rakete Ariane 5 hebt vom Weltraumbahnhof Kourou ab. (25. September 2018)
Jubiläumsflug: Die Rakete Ariane 5 hebt vom Weltraumbahnhof Kourou ab. (25. September 2018)
Jody Amiet, AFP
Die Ariane 5 bringt zwei Telekomsatelliten ins All.
Die Ariane 5 bringt zwei Telekomsatelliten ins All.
Jody Amiet, AFP
Im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Sonde BepiColombo ins All fliegen.
Im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Sonde BepiColombo ins All fliegen.
AFP
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Seitdem hat sich die Ariane 5 aber einen Ruf als zuverlässige Rakete erworben. Sie brachte beispielsweise die spektakuläre Kometen-Mission Rosetta auf den Weg, im kommenden Monat soll sie die europäisch-japanische Merkur-Sonde Bepi Colombo ins All fliegen.

Internationale Kooperation

Beim Jubiläumsflug waren zwei kommerzielle Satelliten an Bord, an beiden ist der Betreiber Intelsat beteiligt: Beim Satelliten Horizons 3e arbeitet er mit einem japanischen Unternehmen zusammen, bei Azerspace-2/Intelsat 38 mit einem Betreiber aus Aserbeidschan.

Die Trägerrakete wird von der Ariane Group gebaut, einem Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem Triebwerkhersteller Safran. Weil neue Konkurrenz wie das US-Unternehmen SpaceX den Wettbewerb verschärft, lässt die europäische Raumfahrtagentur ESA den Nachfolger Ariane 6 entwickeln. Er soll Fracht deutlich günstiger ins All bringen, der Erstflug ist für Mitte 2020 geplant.

SDA/chk

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