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Als Verdingkind im WeinlandWorüber man nicht sprach

«Von einem, der sein Leben ständig neu erfindet» schreibt Peter Gisler. Er berichtet von seinem Vater, einem ehemaligen Verdingkind aus Flaach.

Peter Gisler beschreibt in «Was bleibt – was geht» das Leben seines Vaters Alfred.
Peter Gisler beschreibt in «Was bleibt – was geht» das Leben seines Vaters Alfred.
Foto: Marc Dahinden

Nicht dazuzugehören, ist für Peter Gisler ein dominantes Thema. «Man lebt mit etwas, ohne zu wissen, warum», sagt der Rafzer. Nun hat er ein Buchprojekt abgeschlossen, das ihn die vergangenen zwölf Jahre beschäftigt hat. Eigentlich sogar viel länger, denn es war Mitte der 80er-Jahre, als er begann, seinen Vater zu interviewen. Da war er 38 und sein Vater Alfred 77 Jahre alt.

Das Buch heisst «Was bleibt – was geht» und ist als romanhafte Biografie betitelt. Peter Gisler brauchte Abstand, um sich seiner Geschichte zu nähern. Damals war der Vater schon fünf Jahre tot: «2009 siedelte ich nach Berlin über und begann, über 1000 Seiten Familienchronik zu schreiben», sagt er. «Diese Länge war für niemanden zumutbar.» Er näherte sich der Publikation als Roman von 600 Seiten an. Eine Schreibcoachin, die auf das Kürzen von Texten spezialisiert ist, brachte das Produkt auf 250 Seiten. Man spürt immer noch die Faktendichte und die detaillierten atmosphärischen Beschreibungen.

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