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Häusliche Gewalt in WinterthurZeitweise waren alle Frauenhäuser im Kanton voll

Die Kantonspolizei Zürich rechnet mit einem neuen Höchstwert in Bezug auf häusliche Gewalt. Die Geschäftsleiterin des Winterthurer Frauenhauses fürchtet vielmehr Corona-Infektionen im eigenen Haus.

Das Frauenhaus Winterthur bietet Unterschlupf für maximal acht Frauen und acht Kinder.
Das Frauenhaus Winterthur bietet Unterschlupf für maximal acht Frauen und acht Kinder.
Foto: zvg

Im Frühling warteten alle auf den Ansturm: Behörden, Fachleute und Polizei. Der Lockdown werde zu mehr häuslicher Gewalt führen, so die Befürchtung. In China etwa, wo die ersten Lockdowns über ganze Regionen verhängt wurden, verzeichnete eine Nichtregierungsorganisation im Februar gemäss Medienberichten dreimal mehr Vorfälle als im selben Monat des Vorjahres. Doch die Telefone der Zürcher Frauenhäuser klingelten nur selten. Es war fast schon gespenstisch ruhig.

Nun, Ende Jahr, zeichnet sich ein anderes Bild. Nach den Sommerferien zog die Situation an, sagt Katja Niemeyer, die Geschäftsleiterin des Frauenhauses Winterthur. «Während mehrerer Wochen waren alle drei Zürcher Frauenhäuser voll.» Auch in anderen Kantonen seien die Betten gefüllt gewesen.

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