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Biber an der ThurZerstreut oder Zähne gewetzt? Biber hinterlässt komische Spuren

Biber fällen Baumstämme, um an die Rinde als Futter zu gelangen. Dass sie danach tief in die schon gefällten Stämme hineinnagen, ist eigenartig.

Links ist der Baumstumpf zu sehen, wo der Biber den Stamm durchgenagt hat. Rechts davon liegt der gefällte Stamm, der gleich mehrere tiefe Frassspuren enthält. Warum macht das Nagetier so etwas?
Links ist der Baumstumpf zu sehen, wo der Biber den Stamm durchgenagt hat. Rechts davon liegt der gefällte Stamm, der gleich mehrere tiefe Frassspuren enthält. Warum macht das Nagetier so etwas?
Foto: Markus Brupbacher

An der Thur, etwa auf der Höhe von Altikon und Thalheim, hat der Biber an einem Baumstamm auffällige Frassspuren hinterlassen. Was sind das für eigenartige Spuren? Die angefragte Medienstelle der kantonalen Baudirektion und sogar die Biberfachstelle sprechen von einer «spannenden Frage».

Um das Besondere an dem mehrfach tief angenagten Stamm zu verstehen, muss man zuerst etwas ausholen. Den Sommer über frisst der Biber rund 300 verschiedene krautige Pflanzen, Gräser, Knollen und Wurzeln, aber gerne auch Mais oder Zuckerrüben von nahen Äckern.

Ein Biber – allerdings ausgestopft – in einer Ausstellung des Naturmuseums Frauenfeld.
Ein Biber – allerdings ausgestopft – in einer Ausstellung des Naturmuseums Frauenfeld.
Foto: Marc Dahinden

Im Winter ist der Speiseplan des vegetarischen Nagers karger: Baumrinden und Knospen. Und weil der Biber kein Koala oder Affe ist und daher nicht klettern kann, fällt er die Bäume, um an die Rinden zu gelangen. Das ist der Grund, weshalb man jetzt entlang von Bächen und Flüssen besonders viele angenagte Bäume sieht.

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