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Winterthurer EisenjugendZHdK schliesst rechtsextremen Studenten aus

Die Zürcher Kunstschule hat einen jungen Mann, welcher der rechtsextremen, bewaffneten Gruppe Eisenjugend angehört, exmatrikuliert.

Der junge Mann studierte an der Zürcher Hochschule der Künste.
Der junge Mann studierte an der Zürcher Hochschule der Künste.
Foto: Christian Beutler (Keystone)

Die Winterthurer «Eisenjugend Schweiz» ist auf der «Mission Rassenkrieg», die rechtsextreme Gruppierung will die Gesellschaft ins Chaos stürzen, eine Schweiz für Weisse schaffen. Eine Recherche des «Tages-Anzeigers» im Sommer spürte den jungen Männern und ihren Motiven nach. Im Zentrum der Bewegung steht ein Winterthurer namens Eszil. Bei ihm zu Hause lagern mehrere halbautomatische Gewehre, die «Eisenjugend» ist eine schwer bewaffnete Gruppe mit Kontakten zur deutschen Neonazi-Szene (lesen Sie hier mehr dazu).

Nachdem bekannt wurde, dass der junge Mann an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) studiert, forderten Kommilitonen in einer Petition seinen Ausschluss. 2000 Personen unterschrieben die Forderung: «Wir – Student*innen, Angehörige und Absolvent*innen der ZHdK – fühlen uns bedroht, wenn sich ein Mensch mit einer solch menschenverachtenden, rassistischen, sexistischen und antisemitischen Geisteshaltung an der Hochschule frei bewegen kann.»

Schon im August hatte die Hochschule disziplinarische Massnahmen gegen den mutmasslich Rechtsextremen eingeleitet, zudem wurde ihm das Betreten des Areals und die Nutzung der Infrastruktur verboten (lesen Sie hier mehr dazu). Die Massnahmen vom Sommer führen nun zu einem Ausschluss des mutmasslich Rechtsextremen, schreibt die ZHdK in einer Meldung. Die Exmatrikulation ist gestützt auf das Fachhochschulgesetz, die Rekursfrist endete am 7. Dezember.

aho

81 Kommentare
    Johnny Marroni

    Nicht der Tagi sondern antifaschistische Aktivist*innen haben den grössten Teil der Recherche-Arbeit geleistet. Warum könnt ihr das nicht mindestens erwähnen?