Ex-Tagi-Chef mit Zürcher Journalistenpreis ausgezeichnet

Ein Verteidiger des Journalismus, ein Porträt über einen Kämpfer gegen die Burka, ein Selbstversuch und Paradise Papers – diese Werke wurden geehrt.

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Der 83-jährige Publizist Peter Studer ist mit dem Zürcher Journalistenpreis 2018 für sein Gesamtwerk ausgezeichnet worden. Ebenfalls mit dem Preis geehrt wurden Barbara Klingenbacher («NZZ Folio»), Christian Keller («BaslerZeitung») und das Recherche-Team von Tamedia.

Sie erhielten je 10'000 Franken. Der erstmals vergebene Newcomer-Preis erhielt William Stern für sein in «Watson» erschienenes Portrait über einen Rentner, der gegen die Burka kämpft, wie die Stiftung Zürcher Journalistenpreis am Dienstag mitteilte.

Tier vor dem Essen töten

Peter Studer berichtete als USA-Korrespondent über den Watergate-Skandal, er war Bundeshausredaktor, Chefredaktor des «Tages-Anzeigers» und des Schweizer Fernsehens sowie Präsident des Presserats. Studer habe sich regelmässig und engagiert bei medienethischen und medienrechtlichen Fragen zu Wort gemeldet, schreibt die Stiftung.

Studer verteidigte aus tiefster liberaler Überzeugung den Journalismus gegen alle seine Anfeindungen, wie Hannes Britschgi, Leiter der siebenköpfigen Jury des Zürcher Journalistenpreises in seiner Laudatio schrieb.

Die Jury überzeugt hatte Barbara Klingenbacher mit ihrem Artikel «Der letzte Gang» über ihren Versuch ein Tier nicht nur zu essen, sondern auch davor zu töten. Christian Keller hatte für die «BaslerZeitung» den über 30 Jahre zurückliegenden Chemieunfall in Schweizerhalle minutiös rekonstruiert und versucht, die bis heute nicht belegte Brandursache aufzudecken.

Artikelserie über die Paradise Papers

Das Recherche-Desk von Tamedia punktete mit der Artikelserie über die Paradise Papers. Die acht Journalisten hinter der Serie sind Oliver Zihlmann, Catherine Boss, Christian Brönnimann, Alexandre Haederli, Julie Jeannet, Marie Parvex, Mario Stäuble und Hannes von Wyl.

Der Zürcher Journalistenpreis wird seit 1981 verliehen. In diesem Jahr konnten erstmals journalistische Arbeiten aus der gesamten Deutschschweiz eingereicht werden. In der Folge haben sich die Einsendungen laut der Stiftung verdoppelt. 350 Arbeiten wurden eingereicht, 250 für den Zürcher Journalistenpreis und 100 für den Newcomer-Preis. (oli/sda)

Erstellt: 15.05.2018, 18:01 Uhr

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