Zum Hauptinhalt springen

Mann überlistet Zutrittskontrollen am Flughafen Zürich

Trotz der üblichen Sicherheitsvorkehrungen gelangte ein 43-jähriger Spanier unbemerkt an Bord eines Flugzeugs. Ein verantwortlicher Mitarbeiter wurde entlassen.

Mann gelangte ohne Bordkarte in eine Maschine der polnischen Fluggesellschaft Lot.
Mann gelangte ohne Bordkarte in eine Maschine der polnischen Fluggesellschaft Lot.

Am Sonntagmorgen gelang es einem Touristen, sich ohne Boarding-Pass durch die Sicherheitskontrollen in ein Flugzeug der polnischen Airline LOT mit Destination Warschau zu schmuggeln. Wie der «Blick» berichtete, verliess der 43-Jährige Spanier das Flugzeug wieder, kurz nachdem er an Bord gegangen war.

Nach dem Zwischenfall sah ein Mitarbeiter des zuständigen Flugabfertigungs-Unternehmens keinen Anlass, den auf 10.25 Uhr geplanten Start zu verzögern. Er erteilte dem Piloten die Erlaubnis, seine Maschine startklar zu machen, hiess es weiter.

Maschine zurückbeordert und Gepäck kontrolliert

Die Entscheidung des Mitarbeiters stellte sich jedoch als Fehler heraus. Denn laut «Blick» sei weder kontrolliert worden, ob der Mann Gepäck eingecheckt hatte, noch sei der Pilot über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden.

Das Führungsbüro beorderte die Boeing 737 wieder zum Standplatz zurück. Erst nachdem alle Passagiere ausgestiegen und sämtliches Gepäck kontrolliert worden waren, durfte das Flugzeug um 13.02 Uhr Richtung Polen abheben.

Kamera statt Grenzwächter: Die neue Passkontrolle soll längere Wartezeiten verhindern.

Wie der Mann die Kontrollen passieren konnte, ist nicht ganz klar. Vermutlich sei er zusammen mit einem anderen Passagier durch das Selfboarding-Gate gegangen, mutmasst der Chef der Abfertigungsfirma. Normalerweise gehe dann ein Alarm los – warum das in diesem Fall nicht passiert sei, müsse untersucht werden.

Keine Gefahr für die Passagiere

Was der Mann an Bord wollte und warum er kurz darauf wieder ausgestiegen ist, ist ebenfalls unklar. Jedenfalls sah die Polizei, die den Touristen daraufhin kontrolliert, keinen Anlass, ihn festzunehmen, schreibt die Zeitung. Für die Passagiere habe nie eine Gefahr bestanden.

Dennoch zog die Abfertigungsfirma Konsequenzen und entliess den Mitarbeiter, der die Startfreigabe erteilt hatte. Wegen eines «erheblichen Sicherheitsverstosses» sei diese Massnahme leider unumgänglich gewesen, zitiert die Zeitung den Entscheid der Firma.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch