Zürich wertet Kult-Wiese auf

Die Stadt investiert vier Millionen Franken in die Landiwiese. Badegäste und Kinder können sich freuen.

Steht vor Veränderungen: Die Zürcher Landiwiese.

Steht vor Veränderungen: Die Zürcher Landiwiese. Bild: Reto Oeschger

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Die Bebauung des Seeufers entlang der Landiwiese in Wollishofen ist mehrheitlich zerfallen. Der Uferschutz auf der Saffainsel ist ebenfalls in schlechtem Zustand. Bis 2021 will die Stadt Zürich nun diese beiden Bereiche sanieren. Ausserdem plant sie einen Spielbereich für Kinder.

Seit die Stadt 2015 die Skate­elemente auf der Landiwiese definitiv abgebaut hat, gibt es auf der Anlage keinen Spielbereich mehr. Dies möchte Grün Stadt Zürich nun ändern. Sie hat eine Planergemeinschaft verschiedener Architekturbüros beauftragt, die Landiwiese aufzuwerten. Insbesondere sollen ein Kinderspielangebot, Grillstellen und ein Trinkbrunnen geprüft werden, erklärt Marc Werlen, der Sprecher von Grün Stadt Zürich, auf Anfrage. Neben den Kindern können sich auch Badegäste auf die sanierte Landiwiese freuen. An mehreren Stellen ist ein kiesiges Flachufer geplant. Dieses erlaubt einen einfacheren Einstieg in den See.

Doch der Komfort für die Badegäste stand nicht im Vordergrund der Überlegungen. Die Sanierung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Amt des Kantons. «Es geht in erster Linie darum, den Uferschutz zu sanieren und ein ökologisch ­abwechslungsreiches Ufer zu ­gestalten», sagt Werlen. Für die Planung bezahlt die Stadt den Architekten gemäss der Ausschreibungsplattform simap.ch knapp 160'000 Franken. Die Gesamtausgaben für das Projekt schätzt Grün Stadt Zürich auf 4 Millionen Franken. Die Bauarbeiten sollen in den kommenden zwei Jahren in zwei Etappen erfolgen. Wann genau, hänge noch von der Planung ab, sagt Werlen. Klar ist, dass sie sicher nicht auf die Sommer­monate fallen, wenn die Wiese am meisten genutzt wird.

Rücksicht auf ZKB

Auf der Landiwiese finden jedes Jahr eine Reihe von Grossveranstaltungen wie der Ironman, das Züri-Fäscht oder das Theater Spektakel statt. Sie sollen nicht von den Bauarbeiten beeinträchtigt werden, sagt Werlen.

So soll der Erlebnispark auf der Landiwiese bei der Eröffnung 2020 aussehen. Bild: Visualisierung ZKB

Rücksicht nimmt die Stadt auch auf den geplanten Erlebnisgarten, den die Zürcher Kantonalbank (ZKB) für ihr Jubiläumsjahr plant. Er soll Ende Mai bis Anfang Juli 2020 während 45 Tagen für die Bevölkerung frei zugänglich sein. Die Ausmasse dieses Parks sind momentan auf der Landiwiese ausgesteckt. Er erstreckt sich über ein Drittel der Fläche, also 14'000 Quadratmeter. Auf einer Bühne will die ZKB Unterhaltung bieten und in einer Ausstellung auf die 150-jährige Geschichte der Bank zurückschauen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.10.2018, 11:58 Uhr

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