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Mann stirbt im Zürcher Polizeigefängnis

Ein 34-jähriger Häftling ist auf dem WC zusammengebrochen.

Im sogenannten Propog, dem Provisorischen Polizeigefängnis auf dem Kasernenareal, ist ein Häftling gestorben.
Im sogenannten Propog, dem Provisorischen Polizeigefängnis auf dem Kasernenareal, ist ein Häftling gestorben.
Doris Fanconi

Ein 34-jähriger Deutscher ist am frühen Sonntagabend tot in seiner Zelle im Zürcher Polizeigefängnis aufgefunden worden. Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Zürich und der Staatsanwaltschaft bestehen keine Hinweise auf einen Suizid oder ein Drittverschulden.

Ein Mitarbeiter des Gefängnisses hat den Mann leblos in der Zellen-Toilette sitzend vorgefunden. Der ausgerückte Arzt konnte nur noch den Tod des Häftlings feststellen. Der deutsche Häftling war wegen Verstosses gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz festgenommen worden. Details wurden keine bekanntgegeben.

Immer wieder in der Kritik

Die Staatsanwaltschaft hat – wie in solchen Fällen üblich – eine Untersuchung eingeleitet. Es ist mindestens der vierte Tote in den letzten fünf Jahren. Das Gefängnis ist bereits mehrfach von Menschenrechtsorganisationen für die harten Haftbedingungen kritisiert worden.

Das Provisorische Polizeigefängnis (Propog) besteht seit 1995. Das Provisorium ist bereits mehrfach verlängert worden. Das Propog wird abgebrochen, sobald die Gefängniszellen im neuen Polizei- und Justizzentrum bezugsbereit sind. Das sollte 2022 der Fall sein.

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